Das Wissensarchiv für Führung & Management 4.0

Schlüsselbegriffe Fakten

Schlüsselbegriffe

A

AGILITÄT, individuelle

Individuelle Agilität ist die Kraft, sich schnell, wendig und in einer einfachen Weise zu bewegen wie auch die Fähigkeit, schnell zu denken und Schlussfolgerungen zu ziehen.

AGILITÄT, emotionale

Emotionale Agilität (flexibel sein mit Gedanken und Gefühlen, damit man optimal in alltäglichen Situationen reagieren kann) ist der Schlüssel zu Wohlbefinden und Erfolg. Bei der emotionalen Agilität geht es darum, sich zu entspannen, sich zu beruhigen und mit mehr Intention zu leben.

AGILITÄT, mentale

Agil zu denken bedeutet, zwischen Abstraktion und Konkretheit, Detail und Gesamtbild wie auch zwischen kontrolliertem und automatischem Denken zu wechseln. Damit kann man in eine Situation bzw. in einen Kontext hinein- und herauszoomen, Gefühle und Gedanken verbinden oder getrennt halten und, wenn nötig, Aufmerksamkeit und Ablenkung dosieren.

AGILITÄT, organisationale

Organisationale Agilität ist die Fähigkeit, in einem Wettbewerbsumfeld kontinuierlicher und unvorhersehbarer Veränderungen zu überleben und zu gedeihen, indem man – angetrieben von kundenindividuellen Produkten und Dienstleistungen – schnell und ökologisch auf sich ändernde Märkte reagiert.

AMBIGUITÄT

Ambiguität bezieht sich auf die Unschärfe der Realität, das Potenzial für Fehlinterpretationen, die unterschiedliche Deutung von Bedingungen und die verschiedenen möglichen Ergebnisse von Handlungen. Denn: Die Realität ist oft unverständlich und nicht (mehr) planbar.

ARBEIT 4.0

Die neue Kultur des Arbeitens schafft eine Balance zur allumfassenden Digitalisierung und Automatisierung. Das heißt: Technologie ist wichtig, aber nicht dominant. Menschen werden die Arbeitswelt der Zukunft prägen, nicht Maschinen. Das Talent gibt den Grundton an, und Wirtschaften als in sich geschlossenes bzw. sich abgrenzendes System hat ausgedient. Die besten Chancen werden die Unternehmen haben, die sich als offene Plattform und Labor für die besten Ideen verstehen.

AUFRICHTIGKEIT

Aufrichtigkeit (auch Ehrlichkeit, Fairness oder Gerechtigkeit) ist ein wesentliches Merkmal persönlicher Integrität. Sie bedeutet, im Denken und Handeln der eigenen inneren Überzeugung ohne Verstellung treu zu bleiben und dies auch zu zeigen. Hierzu gehört, der realen Umgebung ins Auge zu blicken und auch unangenehmes Feedback zu akzeptieren. Damit einher geht die Bereitschaft, eigene Schwachstellen nicht zu verleugnen.

B

BEZIEHUNGSMANAGEMENT

Beziehungsmanagement als angewandte Kooperations- und Teamfähigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit, sich gezielt mit anderen zu beschäftigen, sich in andere hineinzuversetzen, Netzwerke zu schaffen und Vertrauen aufzubauen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, in einer Teamumgebung effektiv zu arbeiten und Informationen und Erkenntnisse zu teilen.

D

DIVERSITÄT

Diversität (auch Vielfalt) wird für die Unterscheidung und Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen verwendet. Diversität von Menschen wird vor allem unter folgenden Kriterien betrachtet: Alter, Behinderung, Ethnie, Geschlecht, Kultur, Religion, sexuelle Orientierung, Weltanschauung.

DURCHSETZUNGSFÄHIGKEIT

Durchsetzungsfähigkeit bedeutet die Bereitschaft und Fähigkeit, die eigenen Interessen, Ziele und Absichten zu verfolgen und dafür einzustehen.

E

EHRLICHKEIT

Siehe AUFRICHTIGKEIT

EIGENVERANTWORTUNG

Eigenverantwortung bedeutet die Bereitschaft, für das eigene Handeln (wie auch für das eigene Nicht-Handeln) Verantwortung zu übernehmen.

EMPATHIE

Empathie ist unsere Bereitschaft, uns mit der Persönlichkeit, den Emotionen, Gedanken und Motiven eines anderen Menschen zu befassen und diese zu verstehen. Grundlage hierfür ist die Selbstwahrnehmung, was bedeutet: Je offener wir für unsere eigenen Emotionen ist, desto besser kann man die Gefühle anderer nachvollziehen.

EMPOWERMENT

Empowerment bezeichnet das durch Autorität, Autonomie und andere Faktoren gekennzeichnete Verhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden. Es bezieht sich auf den Grad, mit dem die Befugnisse von Führungskräften und Mitarbeitenden verteilt, getrennt oder geteilt werden.

F

FAIRNESS

Siehe AUFRICHTIGKEIT

FLEXIBILITÄT

Flexibilität bedeutet die Anpassungsfähigkeit an wechselnde Umstände und Kontexte.

FÜHRUNG, dienende

Die in der dienenden Führung hervorgehobenen Werte bestehen in erster Linie darin, Mitarbeitende ganzheitlich zu unterstützen sowie ein Vertrauens- und Kooperationsverhältnis zu fördern. Eine solche Führung zielt darauf ab, Mitarbeitende darin zu unterstützen, gemeinsame Ziele zu erreichen.

FÜHRUNG, transaktionale

Transaktionale Führung (auch als Zielsetzungstheorie bezeichnet) bedeutet Führung durch einen Kosten-Nutzen-Ausgleich. Dabei eine Person die Initiative, um mit anderen in Kontakt zu treten und mit dem Ziel, einen Austausch von Ressourcen zu ermöglichen. Dieser Austausch kann wirtschaftlicher, politischer oder psychologischer Natur sein.

FÜHRUNG, transformationale

Transformationale Führung erweitert das Konzept der transaktionalen Führung um die Komponente der intrinsischen Motivation, von der es heißt: Sie „erhöht den Reifegrad und fördert die Ideen des Mitarbeitenden und sorgt für Leistung, Selbstverwirklichung und das Wohlbefinden anderer, der Organisation und der Gesellschaft.“

FÜHRUNG, authentische

Authentische Führung betont die Bedeutung der Konsistenz von Worten, Werten und Handlungen. Weitere Aspekte einer authentischen Führung sind positive Werte, das Selbstbewusstsein der Führungskraft sowie eine vertrauensvolle Beziehung zu den Mitarbeitenden.

FÜHRUNG, ethische

Ethische Führung wird definiert als „Äußerung regelgerechten, angemessenen Verhaltens durch eigene Handlungen, zwischenmenschliche Beziehungen und die Förderung solchen Verhaltens bei den Mitarbeitern, indem entsprechend kommuniziert, verstärkt und entschieden wird.

FÜHRUNG, spirituelle

Spirituelle Führung meint „die Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen, die notwendig sind, um das eigene Selbst und andere zu motivieren, damit sie ein Gefühl des spirituellen Überlebens und Wohlbefindens durch Berufung und Mitgliedschaft haben.“

FÜHRUNG, agile

Agile Führung stellt einen Paradigmenwechsel dar, weil Führung nun als eine Reihe verschiedener Rollen und Funktionen (wobei die inhaltlichen Aufgaben das Entscheidende sind) aufgefasst werden kann. Führung wird damit nicht mehr als etwas gesehen, das mit einer expliziten Führungskraft verbunden oder Teil einer ganz bestimmten Position (beispielsweise Abteilungsleiter/in) ist. Vielmehr werden diese Rollen und Aufgaben nun im Team sinnvoll und temporär aufgeteilt.

FÜHRUNG, Full-Range-Leadership

Das sogenannte „Full Range Model of Leadership“ – derzeit wohl eines der meistakzeptierten Führungsmodelle – bietet mit seinen zentralen Dimensionen des Führungsverhaltens (transformationale, transaktionale und Laissez-faire-Führung) einen in die heutige Welt passenden Ansatz. Das Modell erhebt den Anspruch, jegliche Form von Führungsverhalten abzudecken – unter der Annahme, dass Führungskräfte jeden der genannten Führungsstile zu einem gewissen Maß zeigen, sich aber hinsichtlich der Häufigkeit bzw. der Präferenz der angewandten Führungsstile unterscheiden.

FÜHRUNG, toxische

Toxische Führung wird Führungskräften zugeschrieben, die aufgrund ihres Verhaltens und ihrer destruktiven wie auch qualitativ mangelhaften (Führungs-)Eigenschaften Mitarbeitenden, Teams, dem Unternehmen sowie anderen Stakeholdern Stress bereiten oder ihnen gar Schaden zufügen. So ignorieren „toxische“ Führungskräfte die legitimen Interessen der Organisation zugunsten ihrer am Eigennutz ausgerichteten Ziele, weil sie ihre Macht missbrauchen – beispielsweise, indem sie Einrichtungen für persönliche Zwecke nutzen, Ressourcen veruntreuen, Mitarbeitende für Arbeiten außerhalb des beruflichen Kontexts bzw. für persönliche Interessen einsetzen oder unrealistische Erwartungen an sie haben.

FÜHRUNG, charismatische

Charismatische Führung bedeutet die Kontrolle über die Emotionen anderer durch Überzeugungskraft sowie Ausstrahlung. Führungskräften, die mit ihren Eigenschaften und Verhaltensweisen in dieser Weise auf Mitarbeitende Einfluss nehmen, wird Charisma zugesprochen. Eine solche Art der Führung hat Vorteile, sie birgt aber auch Gefahren, wie die jüngere Geschichte und aktuelle Beispiele zeigen.

FÜHRUNG, situative

Das Konzept der situativen Führung geht davon aus, dass verschiedene Führungsstile für bestimmte Arten von Entscheidungen besser geeignet sein können. Beispielsweise könnte in einer Situation, in der die Führungskraft der/die sachkundigste und erfahrenste Mitarbeitende im Team ist, ein autoritärer Stil am geeignetsten sein; im umgekehrten Fall, wo also die Mitarbeitenden die qualifizierteren Experten sind, wäre ein demokratischer Stil effektiver. In der 4-Felder-Matrix der situativen Führung wird das Führungsverhalten dem Können (Wissen, Erfahrung) und Wollen (Motivation) der Mitarbeitenden angepasst.

FÜHRUNG

Führung innoviert, entwickelt weiter, konzentriert sich auf den Menschen, beruht weitestgehend auf Vertrauen, hat eine eher langfristige Perspektive, fragt nach dem Was und dem Warum, hat das Ziel im Blick, stellt den Status quo infrage und bestimmt, was die „richtigen Dinge“ sind.

FÜHRUNG, Great Man-Theorie

Im Sinne dieser ursprünglich sozialpsychologischen Theorie sind erfolgreiche Führungskräfte besondere Persönlichkeiten mit (angeborenen) Führungsfähigkeiten und entsprechendem Charakter. Sie sind mit den notwendigen Eigenschaften wie Charisma, Selbstvertrauen, Intelligenz und sozialen Fähigkeiten geboren, die sie zu natürlichen Führern machen.

FÜHRUNG, Eigenschaftstheorie

Im als Eigenschaftstheorie bekanntgewordenen Ansatz wird angenommen, Führungskräfte besäßen Eigenschaften, die sie dazu befähigen, Einfluss auf das Verhalten und Handeln der Mitarbeitenden zu nehmen. Diese Eigenschaften seien unveränderlich und situationsunabhängig und außerdem beobachtbar und messbar.

FÜHRUNG, natürliche

„Natürlich führen“ heißt, Führung „auf eine natürliche Art“ zu leben. Was vor allem bedeutet, dass Menschen „über ein Urbild der Führung verfügen, das weder anerzogen werden muss noch außer Kraft gesetzt werden kann“. Teilweise geht damit die Auffassung einher, dass die Führungskraft für diese Rolle von denen, die sie führt, dazu auserkoren wird.

FÜHRUNG, laterale

Laterale Führung (Führung ohne disziplinare Weisungsbefugnis) bedeutet die Einflussnahme auf die Willensbildung und das Handeln innerhalb einer Organisation auf Mitarbeitende ohne eine direkte Hierarchiebeziehung.

FÜHRUNG, virtuelle

Virtuelle Führung (auch „Führung auf Distanz“ genannt) bedeutet, dass in diversifizierten Strukturen das persönliche Gespräch vor Ort die Ausnahme ist und deshalb einen ECHO-Führungsstil (siehe auch die Begriffe Empathie, Klarheit, Aufrichtigkeit, Orientierung) sowie eine unterstützende IuK-Infrastruktur erfordert. Siehe auch: Management by Remote

G

GERECHTIGKEIT

Siehe AUFRICHTIGKEIT

I

INNOVATION

Innovation bedeutet die mit technischem, wirtschaftlichem und sozialem Wandel einhergehende Fähigkeit zu Neuerungen.

K

KLARHEIT

Klarheit ist einer von drei Treibern, die Transparenz schaffen. Transparenz entsteht aus den folgenden, miteinander verbundenen Prinzipien: Offenlegung, Klarheit und Genauigkeit. Darüber hinaus beeinflussen sich diese Prinzipien gegenseitig.

KOMPLEXITÄT

Der Grad von Komplexität wird grundsätzlich anhand der Anzahl der Teile oder Faktoren, der Art und Anzahl ihrer Wechselbeziehungen und Verbindungen, der Anzahl der Unbekannten und des Grades der Unsicherheit bestimmt. Diese Einflussfaktoren multiplizieren und beeinflussen sich.

KOHÄRENZ

Das Kohärenzgefühl bezeichnet unser grundlegendes Gefühl zum Leben an sich, das sich auf dessen Verstehbarkeit, Bewältigbarkeit und Sinnhaftigkeit bezieht.

KONFLIKTFÄHIGKEIT

Konfliktfähigkeit ist die Bereitschaft und Fähigkeit, eine Auseinandersetzung anzunehmen und konstruktiv zu bewältigen.

KREATIVITÄT

Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist.

KULTUR, Wissens-

Eine wissensfördernde Kultur ist unabdingbar für Motivation, Kreativität und Innovation. In einem Umfeld, in dem Regeln hinterfragt, Zusammenhänge disziplinübergreifend erkannt werden und das Denken anderer akzeptiert wird, entsteht eine Wissenskultur.

KULTUR, Unternehmens-

Unternehmenskultur beschreibt die Werte, Normen und Einstellungen, welche die Entscheidungen, Handlungen und das Verhalten in einer Organisation bestimmen und prägen.

L

LERNBEREITSCHAFT

Lernbereitschaft meint vor allem die positive Orientierung für und in Lernprozesse(n) sowie Offenheit für Diversität, Perspektiven, Konzepte und Aktivitäten außerhalb des eigenen aktuellen Bezugsrahmens, des eigenen Wissens und der eigenen Erfahrungen.

M

MANAGEMENT

Management verwaltet, bewahrt und pflegt Systematiken, konzentriert sich auf Systeme und Strukturen, verlässt sich grundsätzlich auf Kontrolle, hat eher einen kurzfristigen Fokus, fragt nach dem Wie und dem Wann, hat das Ergebnis im Blick, akzeptiert den Status quo und macht die Dinge richtig.

MANAGEMENT by Objectives and Key Results

OKR (Objectives and Key Results) ist ein agiler Management-Ansatz, der die Umsetzung der Strategie fokussiert. Dabei werden die Unternehmensziele bzw. die Ziele der Organisationseinheit mit denen der einzelnen Mitarbeitenden verknüpft. Es werden wenige zentrale Ziele (Objectives) grundsätzlich für ein Quartal durch Kernergebnisse (Key Results) ergänzt. Letztere zeigen, wie die Ziele erreicht wurden.

MANAGEMENT by Exception

MbE Management by Exception (Führen nach dem Ausnahmeprinzip) bedeutet, dass die Führungskraft (N) die Erledigung von Routinefällen den Mitarbeitenden (N-1) zur eigenverantwortlichen Entscheidung überlässt und eigene Entscheidungen nur für Ausnahmefälle trifft.

MANAGEMENT by Objectives

MbO Management by Objectives (Führen durch Zielsetzung) bedeutet, dass Ziele für jede Organisationseinheit und für die Mitarbeitenden gemeinsam definiert werden. Diese Ziele sollen SMART sein: spezifisch (für die OE bzw. die Mitarbeitenden), messbar (Kritierien für die Zielerreichung), anspruchsvoll und aktiv beeinflussbar, realistisch (umsetzbar) und terminiert (eindeutiger Zeitplan).

MANAGEMENT by Delegation

MbD Management by Delegation bedeutet, dass delegierbare Aufgaben durch die Führungskraft (N) an eine/n Mitarbeitende/n (N-1) übertragen werden.

MANAGEMENT by Remote

Management by Remote bedeutet Führen aus der Ferne in einer weitestgehend virtuellen N / N-1 Beziehung. Dafür braucht es vor allem klare Ziele, Fristen und Leistungskennzahlen sowie gegenseitiges Vertrauen und die Fähigkeit, sich aufeinander zu verlassen und füreinander einzuspringen. Siehe auch: Führung, virtuelle

MANAGEMENT by Results

MbR Management by Results (Führen durch Ziele und Ergebnisse) bedeutet, dass die Führungskraft (N) einem/r Mitarbeitenden klare Leistungsziele vorgibt und deren Erreichung überprüft. Diese (Führungs-)Technik wird auch als „Befehl-Gehorsam-Management“ bezeichnet.

MANAGEMENT by Information and Communication

MbIC MANAGEMENT by Information and Communication bedeutet, dass die Führungskraft vor allem durch eine zielgruppenspezifische Teilung/Verbreitung von relevanten Informationen durch Kommunikationsmedien anleitet und beeinflusst.

MENTALES MODELL

Mentale Modelle repräsentieren typische Denk- und Handlungsmuster. Der Mensch „macht sich ein Bild von seiner Welt, konstruiert sie gewissermaßen im Kopf und handelt in Bezug auf dieses Bild“. Damit haben mentale Modelle Auswirkungen sowohl auf das eigene Problemlöseverhalten als auch auf das Problemlöseverhalten im Unternehmen.

MINDSET, fixed

Menschen mit einem „fixed Mindset“ glauben, dass Fähigkeiten angeboren sind – und sie müssen sich das immer wieder selbst beweisen. Scheitern sie, dann liegt es nach ihrem Selbstverständnis daran, dass ihnen bestimmte Aspekte wie beispielsweise ein bestimmter Grad an Intelligenz, bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder ein bestimmter Charakterzug nicht mit auf den Weg gegeben sind.

MINDSET, Growth

Menschen mit einem „Growth-Mindset“ glauben, dass grundlegende Qualitäten der Persönlichkeit Merkmale sind, die sie durch eigenes Tun wie auch mit Hilfe anderer entwickeln können. Sie sind der festen Überzeugung, dass sie jedes Problem lösen können, wenn sie nur genügend Ressourcen mobilisieren, um entsprechende Fähigkeiten zu trainieren oder zu erlernen.

O

OFFENHEIT

Offenheit bedeutet die Bereitschaft, sich mit Personen, Fragen oder Problemen unvoreingenommen auseinanderzusetzen.

OPTIMISMUS

Optimismus ist die zuversichtliche, durch positive Erwartungen bestimmte Haltung in Bezug auf die Zukunft.

ORIENTIERUNG, mentale

Die mentale Orientierung ist eine geistige Fähigkeit, die es uns ermöglicht, uns zeitlich, räumlich und unter Einbeziehung unserer Persönlichkeit in einer Situation oder in unserem Umfeld einzufinden und zu positionieren.

R

RESILIENZ, intrapersonale

Intrapersonale Resilienz ist die „Fähigkeit, auf gesunde und produktive Weise auf Widrigkeiten und Traumata zu reagieren; sie ist für die Bewältigung des täglichen Stresses unerlässlich“.

RESILIENZ, interpersonale

Resiliente Teams zeichnen sich auf der Basis ihrer Fähigkeiten dadurch aus, dass sie mit Zuversicht, Gelassenheit, Selbstvertrauen, Mut, Menschlichkeit und viel Konsequenz und Disziplin auftretenden Herausforderungen begegnen.

RESILIENZ, intraorganisationale

Intraorganisationale Resilienz ist die Fähigkeit einer Organisation, Veränderungen und plötzliche Störungen zu antizipieren, vorzubereiten, darauf zu reagieren und sich anzupassen, um zu überleben und zu gedeihen.

RESILIENZ, interorganisationale

Interorganisationale Resilienz bezeichnet die Fähigkeit von Systemen – seien dies Gesellschaften, Branchen oder Märkte –, ihre Lebenskraft selbst unter widrigsten Bedingungen zu bewahren und sich nach Rückschlägen schnell zu erholen.

S

SELBSTBEWUSSTSEIN

Selbstbewusstsein ist das Vertrauen, der eigenen Zukunft relativ optimistisch und angstfrei entgegensehen zu können.

SELBSTWERTGEFÜHL

Selbstwertgefühl bezeichnet die von der Gemütserregung bestimmte (affektive) und wertende Komponente der bewussten Selbstwahrnehmung. Es handelt sich hier um die individuelle Bewertung der eigenen Person: Mag man sich und denkt positiv von sich, oder lehnt man Aspekte der eigenen Persönlichkeit und Erscheinung ab? Menschen mit einem hohen Selbstwertgefühl zeigen eine höhere Lebenszufriedenheit.

U

UNSICHERHEIT

Unsicherheit ist gekennzeichnet durch die mangelnde Vorhersehbarkeit, die Vielfalt an möglichen Szenarien oder Unwägbarkeiten und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten. Sie ist insbesondere das Ergebnis aus Rückkopplungen und Interaktionen, die Systemen grundsätzlich innewohnen.

V

VERÄNDERUNGSKOMPETENZ

Veränderungskompetenz ist die Bereitschaft und Fähigkeit, Veränderungsbedarf zu erkennen, Ziele festzulegen und diesbezügliche Prozesse zu einem Ergebnis zu bringen.

VITALITÄT, individuelle

Vitalität wird klassischerweise definiert als körperliche und geistige Energie. Vitale Menschen erleben ein Gefühl von Begeisterung, Lebendigkeit und Energie, die dem Selbst zur Verfügung steht.

VITALITÄT, kollektive

Gruppenvitalität wird beispielsweise als die Fähigkeit einer Gruppe verstanden, „ihre Existenz in der Zeit als kollektive Einheit zu erhalten und zu schützen“. Dabei wird Vitalität vor allem durch drei Faktoren bzw. Cluster soziostruktureller Variablen beeinflusst: institutionelle Unterstützung, Demographie und sozialen Status.

siehe UNKRIG

VITALITÄT, organisationale

Die Vitalität eines Unternehmens wird definiert durch seine Prosperität, die sich in finanziellem, intellektuellem und kreativem Wachstum äußert. Organisationen, die vital sind, optimieren das System permanent, um Herausforderungen innerhalb des Unternehmens zu begegnen und damit sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden und das Unternehmen als Ganzes in einer erfolgreichen Beziehung zueinander stehen.

VOLATILITÄT

Volatilität beschreibt die meist schnelle Veränderungsrate und das Muster der Dynamik, das in sozio-ökologischen Systemen zu beobachten ist. Es ist jedoch immer noch schwierig, die einflussnehmenden Faktoren und Treiber innerhalb eines Systems, in dem diese schnellen Veränderungen auftreten, exakt zu bestimmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn diese isoliert betrachtet werden.

VUKA

Als Begriff wurde VUKA bereits vor rund 30 Jahren vom U.S. Army War College zur Beschreibung der politischen Situation nach dem Zerfall der Sowjetunion kreiert. Wenngleich einige Wissenschaftler den Begriff mit Krisen(-szenarien) nahezu gleichsetzen oder seine Elemente als die Spielregeln der heutigen Welt bezeichnen – und damit dem, was dahinter steht, nur begrenzt gerecht werden –, bezeichnet VUKA vier wesentliche Aspekte unserer Wirklichkeit: Volatiltät, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität.

Z

ZIELORIENTIERUNG

Zielorientierung meint insbesondere die Einstellung und die Präferenz, ein abgestimmtes Ergebnis zu erreichen. Für eine solche Orientierung brauchen wir persönliche Werte und Überzeugungen, intrinsische Motivation und Klarheit über den Zweck, um sowohl eigene Ziele als auch die des Teams und/oder die der Organisation zu erreichen.

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Unkrig, E. (2020). Mandate der Führung 4.0 – Agilität, Resilienz, Vitalität. Springer